Übung 2: Webgerechtes Aufbereiten einer Presseaussendung
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Übung 2: Webgerechtes Aufbereiten einer Presseaussendung
Nehmen Sie die folgende Presseaussendung als Grundlage für eine Online-Meldung. Hinterfragen Sie den Inhalt kritisch und verfassen Sie einen 2.000 bis 2.500 Zeichen (maximal vier Absätze) langen Artikel -inklusive Titel und Vorspann und Links und veröffentlichen Sie den Artikel im Netz.
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Quelle: APA OTS
Hochegger PR / 06.11.2008 / 17:00 / OTS0295 5 WI 0874 HOC0001
Studie belegt: EU Roaming-Regulierung gefährdet Telekommunikations-Standort Österreich =
Wien (OTS) - Aktuelle Erhebungen des Telekommunikationsexperten
Prof. Dr. Jörn Kruse von der Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
zeigen EBITDA Einbußen in Höhe von 81,5 Millionen Euro bei den drei
größten österreichischen Mobilfunkbetreibern mobilkom austria,
T-Mobile Austria und Orange, die direkt auf die 2007 eingeführten
Preisobergrenzen bei Sprach-Roaming zurückzuführen sind. Rückgänge
haben direkten Einfluss auf die Investitionsbudgets dieser Betreiber.
Im ersten Halbjahr 2008 sind diese im Vergleich zum ersten Halbjahr
des Vorjahres um 41,2 % gesunken. Die drei Mobilfunkunternehmen
warnen vor massiven Negativ-Folgen für den
Telekommunikations-Standort Österreich, wenn weitere von der
EU-Kommission angekündigte Maßnahmen zur Regulierung von Roaming
umgesetzt werden.
Prof. Kruse, ein ausgewiesener Experte für
Telekommunikationsökonomie und Kenner des österreichischen
Mobilfunkmarktes, hat in einer aktuellen Erhebung die Auswirkungen
der Mitte 2007 in Kraft gesetzten Preisobergrenzen für Sprach-Roaming
analysiert. Die wichtigsten Erkenntnisse aus seiner Analyse zeigen
ein dramatisches Bild: Die direkt auf die Regulierung
zurückzuführenden EBITDA Einbußen betragen bislang in Summe über 80
Millionen Euro für mobilkom austria, T-Mobile Austria und Orange.
Derartige Verluste haben direkten Einfluss auf die
Investitionsvolumina. Gesamt sind die Investments der drei genannten
Betreiber im ersten Halbjahr 2008 verglichen mit dem ersten Halbjahr
2007, also vor Einführung der Preisobergrenzen, um 41,2 % gesunken.
In absoluten Zahlen bedeutet dies 128,3 Millionen Euro im ersten
Halbjahr 2008 versus 218,2 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2007.
Prognostizierte Nutzungssteigerungen durch Preissenkungen nicht
eingetreten
Die von der EU Kommission prognostizierten Mengeneffekte haben sich
nicht eingestellt: Zwar ist der Durchschnittspreis pro Roaming-Minute
(für aktive und passive Gespräche) um jeweils 43 % gesunken,
allerdings verzeichnen die drei Betreiber bei den aktiven
Roaming-Minuten nur Zuwächse von 3,7 %, bei den passiven Minuten 10,3
%. Die Preissenkungen konnten also nicht durch mehr Telefonate
kompensiert werden. Seit der Einführung der Preisobergrenzen für
Sprach-Roaming sind die Umsätze der drei größten heimischen
Netzbetreiber aus aktiven Roaming Minuten um 41,4 % gesunken. Bei den
passiven Roaming Minuten betragen die Einbußen 37,4 %. Auch hier
wurden die Werte des 1. Halbjahres 2007 mit jenen aus dem ersten
Halbjahr 2008 verglichen. Prof. Kruses Schlussfolgerung: “In
Österreich besteht im Mobilfunk seit seiner Liberalisierung ein
intensiver Wettbewerb, der zu erheblichen Preissenkungen zum Vorteil
der österreichischen Kunden geführt hat. Als Folge der zentralen
Eingriffe der Europäischen Kommission in Teilbereiche der
Preisgestaltung sind sogenannte Wasserbetteffekte, d. h. negative
Auswirkungen auf nationale Preisstrukturen, eine mögliche Folge
dieses Vorgehens.”
Die Rolle Österreichs als Innovationsmotor der Mobilfunkbranche
ist gefährdet
“Der österreichische Mobilfunkmarkt zeichnet sich durch drei Aspekte
aus: Eine extrem hohe Durchdringung von 122,5 % (Stand Ende September
2008), die niedrigsten Preise im internationalen Vergleich sowie eine
international anerkannte hohe Innovationskraft”, beschreibt Dr.
Hannes Ametsreiter, Marketing-Vorstand mobilkom austria und Telekom
Austria, die Ausgangs-Situation. “Die Pläne der EU Kommission,
weitere Eingriffe in die Roaming-Preisgestaltung bei SMS und Daten
vorzunehmen und auch Vorgaben für die Taktung zu machen, stellt eine
massive Gefahr für den Mobilfunkstandort Österreich dar. Wenn wir
durch solche Verordnungen dazu gezwungen werden, unsere Investitionen
zu reduzieren, wird das mittelbar Folgen sowohl für den Standort
Österreich und also auch für unsere Kunden haben”, hält Ametsreiter
weiter fest und warnt davor, dass durch die geplante Verschärfung der
Roaming-Regulierung zusätzliche finanzielle Verluste in etwa gleicher
Größenordnung zu erwarten sind.
Gesamtwirtschaftlicher Kontext wird außer acht gelassen
Wolfgang Kniese, CFO T-Mobile Austria, schlägt in dieselbe Kerbe:
“Diese Erhebung bestätigt unsere Meinung, dass die Annahmen der
Europäischen Kommission, der negative Effekt der Preissenkungen werde
durch eine Zunahme des Verkehrs ausgeglichen, unrichtig waren.
Langfristig führt das zu nachhaltig negativen Effekten für die
Gesamtbranche. Im aktuellen gesamtwirtschaftlichen Kontext ist dieses
Vorgehen kontraproduktiv zu der politischen Absicht der EU, Wachstum
durch Investitionen zu fördern.”
Schwächung der gesamten Branche
“Österreich ist als klassisches Tourismusland von einer
Roaming-Regulierung wesentlich stärker betroffen als viele andere
EU-Mitgliedsstaaten”, so Orange CEO Michael Krammer. Während hier die
Anzahl der Minuten, die Besucher aus dem Ausland in österreichischen
Netzen telefonieren, infolge der guten Wintersaison und der Fußball
Europameisterschaft als zwei Sondereffekte um 24 % gestiegen ist,
sind Umsätze pro Minute um 44,8 % gesunken. Krammer hält daher fest:
“Insbesondere eine Absenkung der Vorleistungsentgelte bringt
keinerlei Verbesserung für den österreichischen Konsumenten. Im
Gegenteil, sie führt aufgrund der Besonderheiten des österreichischen
Marktes als Tourismusland mit wesentlich mehr Teilnehmern fremder
Netzbetreiber, die in Österreich Roaming betreiben als umgekehrt, zu
einem Kapitalabfluss in Millionenhöhe ins Ausland. Insgesamt wird die
gesamte europäische Branche geschwächt, und die österreichischen
Betreiber trifft es besonders stark.”
Prof. Dr. Jörn Kruse
Jörn Kruse ist seit 1998 Professor für Wirtschaftspolitik an der
Helmut-Schmidt-Universität Hamburg. Seine Forschungsschwerpunkte sind
Wettbewerb und Regulierung, insbesondere in Netzindustrien,
Wirtschaftspolitik und Politische Ökonomie, Telekommunikations- und
Medienökonomie. Kruse hat in den Jahren 2001 bis 2003 den Wettbewerb
auf dem österreichischen Mobilfunkmarkt ausführlich untersucht und
die Ergebnisse in dem Buch Kruse, Jörn; Justus Haucap und Ralf
Dewenter (2004), “Wettbewerb im Mobilfunk in Österreich”, Baden-Baden
(Nomos Verlag) publiziert. Im Jahre 2007 erhielt er von der
österreichischen Regulierungsbehörde RTR den Auftrag, die Entwicklung
der Telekommunikation und deren Regulierung in Österreich in den
letzten 10 Jahren darzustellen und zu kommentieren. Die Ergebnisse
sind in der Schrift Kruse, Jörn (2007), “10 Jahre
Telekommunikations-Liberalisierung in Österreich”, Schriftenreihe der
Rundfunk- und Telekom-Regulierungs-GmbH, Wien, August 2007,
nachzulesen.
Rückfragehinweis:
Werner Reiter, Pressesprecher mobilkom austria
Tel: +43 664 331 2720, E-Mail: w.reiter@mobilkom.at
Susanne Herrnberger-Naglis, Corporate Communications T-Mobile Austria
Tel: +43 676 710 97 55, E-Mail: susanne.herrnberger-naglis@t-mobile.at
Petra Jakob, Pressesprecherin Orange
Tel: + 43 1 27728 3400, E-Mail: Petra.Jakob@orange.co.at
*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***
OTS0295 2008-11-06/17:00
061700 Nov 08
Textwüste
APA OTS - 3423 Zeichen, 471 Wörter
Wirtschaftskammerpräsident fordert rasches Umdenken in der Verkehrspolitik
“Was bisher (nicht) geschah, ist unverständlich” - Verkehrskongress im Haus der Industrie - Leitl nennt Vorstellungen der Wirtschaft bezüglich der Verkehrspolitik
Heftige Kritik an der bisherigen Verkehrspolitik
in Österreich übte der Präsident der Wirtschaftskammer Österreich,
Christoph Leitl, Donnerstag Vormittag in seinem Statement vor dem
Verkehrskongress im Haus der Industrie. Bei der prominent besetzten
ganztägigen Veranstaltung diskutieren Politiker und Fachleute unter
dem Motto “Die aktuellen Verkehrsreformen - Notwendigkeit und
Perspektiven” die Grundsätze und Ziele der heimischen
Verkehrspolitik.”Seit 15 Jahren gibt es keinen Eisernen Vorhang mehr. Was haben wir
in dieser Zeit alles (nicht) getan? Was hindert uns daran, mit dem
Brennerbasistunnel zu beginnen? Wie ist es möglich, dass wir von Wien
noch immer keine vernünftige Verbindung nach Pressburg haben?”,
fragte der Präsident. Österreich stehe am Rande eines
Schildbürgerstreiches. “Wir sind Schilda. Das ist unverständlich!”
Dringend erforderlich sei jetzt eine rasche Umsetzung des
Generalverkehrsplans und der im Rahmen der transeuropäischen Netze
genannten Projekte, unter gleichzeitiger Ausschöpfung der
EU-Fördermittel sowie die Heranziehung privaten Kapitals zur
Finanzierung der Infrastruktur (”PPP-Modelle”), nannte Leitl einige
Beispiele für aus Sicht der Wirtschaft dringend erforderliche
Maßnahmen. “Wenn wir alle an einem Strang ziehen, wird es uns
gelingen, aus der - nach der EU-Erweiterung - neuen geopolitischen
Lage unseres Landes das Bestmögliche herauszuholen”, zeigt sich
der Wirtschaftskammerpräsident letztlich jedoch überzeugt.
Österreich hat, so betonte Leitl, die höchste Belastung an
Verkehrsabgaben innerhalb der EU zu tragen. Bei dem in Österreich
europaweit teuersten Road Pricing bespielsweise sei “ein ordentlicher
Fettrand drinnen, den wir entsprechend nützen müssen”. Die
Verkehrsfreiheit sei zwar eine der europäischen Grundfreiheiten, doch
müssten auch die Rahmenbedingen stimmen: “Wir brauchen gleiche
Spielregeln im europäischen Wirtschaftsraum.”
In seinem Referat “Vorstellungen der Wirtschaft bezüglich der
Verkehrspolitik” mahnte Leitl dringend erforderliche Maßnahmen zur
Entlastung der Wirtschaft ein. Dazu gehörten vor allem die Absenkung
der Kfz-Steuer, die Einführung eines Öko-Bonus beim Road Pricing, die
Abschaffung der Sondermauten sowie die raschest mögliche
Verabschiedung der Wegekosten-Richtlinie. Als weitere wichtige Punkte
nannte Leitl die Liberalisierung der Schienenverkehre, die Vollendung
der ÖBB-Reform und eine rasche Einigung über ein neues Dienstrecht.
“Was wir dringend brauchen, ist nicht eine Verlagerung, sondern eine
intelligente Vernetzung der Schiene mit allen anderen
Verkehrsanbietern. Hier muß ein integriertes Gesamtkonzept her. Auch
dürfen wir nicht vergessen, dass wir eine wichtige Wasserstraße im
Land haben, deren Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist”,
schloss der Präsident.
Der zum zweiten Mal in großem Rahmen abgehaltene Verkehrskongress
wird gemeinsam von der Gesellschaft für Verkehrspolitik, der
Österreichischen Forschungsgemeinschaft für Straße und Verkehr (FSV),
der Österreichischen Gesellschaft für Straße und Verkehrswesen (GSV)
sowie der Österreichischen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft
(ÖVG) veranstaltet. Referenten des heutigen Vormittags sind neben
Präsident Leitl u.a. Vizekanzler und Verkehrsminister Hubert Gorbach,
der Präsident der internationalen Transportarbeitergewerkschaft,
Wilhelm Haberzettl, ASFINAG-Generaldirektor Walter Hecke und
ÖBB-Generaldirektor Rüdiger vorm Walde sowie Ralf Schulze von der
EU-Kommission, Generaldirektion Energie und Verkehr, der über den
Stand der EU-Wegekostenrichtlinie berichtet.
Text mit Absätzen und Zwischentitel
Leitl kritisiert Verkehrspolitik
Wirtschaftskammerpräsident fordert bei Verkehrskongress Umdenken
Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl (wer) kritisierte am Donnerstag (wann) beim Verkehrskongress im Wiener Haus der Industrie (wo) die heimische Verkehrspolitik und präsentierte eine Reihe von Reformvorschlägen (was). Neben der raschen Umsetzung des Generalverkehrsplans forderte Leitl die Entlastung der heimischen Unternehmen und eine rasche Liberalisierung und Vernetzung des Schienenverkehrs (wie).
Infrastrukturprojekte
Leitl mahnte insbesonders den Baubeginn des Brennerbasistunnels sowie den Bau einer vernünftigen Verkehrsverbindung nach Pressburg ein. Neben der Ausschöpfung von EU-Fördermittel sei zur Finanzierung der Infrastruktur auch die Heranziehung privaten Kapitals im Rahmen von “Public-Private-Partnership”-Modellen (PPP) notwendig, erläuterte Leitl.
Entlastung
Die heimsichen Unternehmen haben innerhalb der EU die höchste Belastung an Verkehrsaufgaben zu tragen, kritisierte Leitl. Eine Entlastung sei daher unerläßlich. Dazu skizzierte er eine Reihe von Maßnahmen:
- die Absenkung der Kfz-Steuer,
- die Einführung eines Öko-Bonus beim Road-Pricing,
- die Abschaffung der Sondermauten,
- die raschest mögliche Verabschiedung der EU-Wegekosten Richtlinie.
Liberalisierung und Vernetzung der Schiene
Weiters trat Leitl für die Liberalisierung des Schienenverkehrs und die Vollendung der ÖBB-Reform sowie ein integriertes Gesamtkonzept ein, das eine Vernetzung der Schiene mit anderen Verkehrsanbietern gewährleistet.
Verkehrskongress
Beim Verkehrskongress im Wiener Haus der Industrie diskutierten am Donnerstag Politiker und Fachleute unter dem Motto “Die aktuellen Verkehrsreformen - Notwendigkeit und Perspektiven” die Grundsätze und Ziele der heimischen Verkehrspolitik. Unter den Referenten waren neben Präsident Leitl Verkehrsminister Hubert Gorbach, der Präsident der internationalen Transportarbeitergewerkschaft, Wilhelm Haberzettl, ASFINAG-Generaldirektor Walter Hecke und ÖBB-Generaldirektor Rüdiger vorm Walde sowie Ralf Schulze von der EU-Kommission.
Übung: Erarbeitung und Präsentation eines Netzdossiers
Erarbeiten und recherchieren Sie ein Thema ihrer Wahl und bereiten sie es mit webgerecht auf. Die konkrete Aufbereitung des Themas und die Wahl der
Stilmittel steht Ihnen frei.
Versuchen Sie für die einzelnen Bestandteile ihres Dossiers unterschiedliche journalistische Stilformen und mediengerechten Erzähl- und Interaktionsformen einzusetzen. Das Netzdossier sollte aus mindestens zwei Modulen bestehen.
Präsentation und Diskussion: Samstag, 09.05.2009
Textbeispiel: Listen
Lauftext unstrukturiert
Die heimsichen Unternehmen haben innerhalb der EU die höchste Belastung an Verkehrsaufgaben zu tragen, kritisierte Leitl. Eine Entlastung sei daher unerläßlich. Dazu skizzierte er eine Reihe von Maßnahmen: Die Absenkung der Kfz-Steuer, die Einführung eines Öko-Bonus beim Road-Pricing, die Abschaffung der Sondermauten, die raschest mögliche Verabschiedung der EU-Wegekosten Richtlinie.
Lauftext als Liste strukturiert
Die heimsichen Unternehmen haben innerhalb der EU die höchste Belastung an Verkehrsaufgaben zu tragen, kritisierte Leitl. Eine Entlastung sei daher unerläßlich. Dazu skizzierte er eine Reihe von Maßnahmen:
- die Absenkung der Kfz-Steuer,
- die Einführung eines Öko-Bonus beim Road-Pricing,
- die Abschaffung der Sondermauten,
- die raschest mögliche Verabschiedung der EU-Wegekosten-Richtlinie.
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